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Entspannte Sommerferien: 3 Tipps zum Abschalten für Lehrkräfte

Inhaltsverzeichnis

Wenn einfach keine Ferienstimmung aufkommt

Endlich Sommerferien! Und was du jetzt alles Schönes tun könntest …

Im Freibad in der Sonne liegen. Leckeres Eis essen. Neugierig durch eine fremde Stadt bummeln. Einen lustigen Spieleabend mit Freunden verbringen.

Wenn deine Sommerferien genauso aussehen und du die unterrichtsfreie Zeit in vollen Zügen genießt, dann brauchst du ab hier nicht weiterlesen. Denn dann weißt du schon, wie das geht: Abschalten vom Schulalltag.

Aus meiner Coaching-Praxis (und aus meiner eigenen Erfahrung als Lehrerin) weiß ich aber, dass viele Lehrkräfte überhaupt nicht in Ferienstimmung kommen.

Die Schule ist einfach immer präsent.

Und das kann so aussehen, dass du tatsächlich viele Stunden in deinem Arbeitszimmer verbringst, um dich vorzubereiten auf das nächste Schuljahr.

Es kann aber auch sein, dass deine Gedanken permanent um Schule kreisen: Erinnerungen an Ereignisse aus dem letzten Schuljahr, die dich nicht loslassen.

Oder du hast ein schlechtes Gewissen, weil du denkst, du müsstest jetzt mal endlich loslegen mit Unterrichtsplanung. Aber du kannst dich einfach nicht aufraffen.

So oder so: Du kannst deine Ferien nicht genießen.

Sommerferien genießen: Warum das so wichtig ist

Abschalten können, Arbeitszeit und Freizeit trennen: Das ist die Basis dafür, dass du als Lehrkraft

 

Erst dann, wenn du die Gedanken an Schule hinter dir lässt, kannst du wirklich entspannen.

So gelingt es dir auch viel leichter, mit neuer Energie und frischer Kreativität Ideen zu entwickeln, wie du deinen Unterricht im nächsten Schuljahr gestalten möchtest.

Weil die Fähigkeit zum Abschalten so wichtig ist, habe ich dazu einen kostenfreien Kurs für dich gestaltet: Du kannst dich hier anmelden und bekommst ihn einfach in dein Postfach geschickt!

In diesem Blogartikel bekommst du 3 erprobte Tipps, die dich speziell in den Sommerferien dabei unterstützen, die Gedanken an Schule loszulassen – mit gutem Gewissen!

Die Tipps zum Anhören

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Tipp 1: Verschaffe dir einen Überblick

Oft hast du nur ein diffuses Gefühl: Ich müsste doch eigentlich mal was für die Schule machen.

Du könntest die Ferienwochen nutzen, um Unterrichtsmaterialien zu sortieren und dein Arbeitszimmer tiptop aufzuräumen. Und es würde dir bestimmt auch viel Stress ersparen, wenn du direkt schonmal ein paar Unterrichtsreihen im voraus planst.

Alles richtig.

Ich kann dir allerdings aus eigener Erfahrung berichten, dass ich in den Ferien oft relativ planlos angefangen habe, irgendwas zu arbeiten. Um mein schlechtes Gewissen zu beruhigen. Und am Ende habe ich dann bemerkt, dass es reiner Aktionismus war.

In einem Jahr habe ich zum Beispiel mal tagelang A-Z-Fensterbilder für mein neues 1. Schuljahr gebastelt. Und erst viel später gemerkt, dass ich die Zeit mal lieber genutzt hätte, um mich in das neue Mathebuch reinzufuchsen.

Heute kenne ich die Ursache für diesen (oft sinnlosen) Aktionismus in den Sommerferien: Es ist das Stresshormon Cortisol, von dem viele Lehrkräfte durch den Dauerstress eine enorme Portion im Blut haben. Dieses Hormon ruft uns ständig zu: „Tu was!“ und hält uns unter unter Strom.

Es dauert eine Weile, bis dieses Stresshormon abgebaut ist und du wieder einen klaren Blick hast, welche Erledigungen in den Ferien wirklich sinnvoll sind.

Schreibe deshalb zuerst alle To-dos auf. Nimm Zettel und Stift oder dein Notizprogramm. Notiere alles, was dir einfällt:

Kann sein, dass die Liste lang wird. Macht nichts. Schreib alles auf, damit es aus deinem Kopf rauskommt.

Alleine das hilft schon, das Gedankenkreisen zu stoppen. Und es verwandelt dein diffuses Gefühl in Klarheit: Was genau steht denn jetzt tatsächlich für die Schule an?

Schau dir deine Liste an:

Sortiere deine To-do-Liste gnadenlos aus.

Und du wirst sehen: Dieses diffuse Gefühl von „Oh, ich habe so viel zu tun!“ schrumpft zusammen und ist dann eine ganz übersichtliche Liste mit sinnvollen, machbaren Aufgaben.

Tipp 2: Lege klare Zeitfenster fest

Lehrerin arbeitet konzentriert am Schreibtisch

Jetzt hast du schon eine deutlich kürzere To-do-Liste.

Entscheide nun, in welchen Ferienwochen du arbeitest. Vielleicht in Woche 1, noch vor deiner Urlaubsreise. Damit du die so richtig genießen kannst.

Oder erst danach? Weil du weißt, dass du viel produktiver bist, wenn du dich gut erholt hast.

Wann auch immer du am besten für die Schule arbeiten kannst: Schreib die Arbeitszeiträume in deinen Kalender. Genau wie jeden wichtigen Termin.

Dann teile es deinem Umfeld mit:

So wissen alle Bescheid. Und die Störungen für dich werden hoffentlich verringert.

Für meine Kinder war es immer super hilfreich, dass sie wussten: „Okay, in dieser Woche lassen wir Mama ganz in Ruhe arbeiten. Dann hat sie anschließend richtig Zeit für uns!“

Das Schöne für mich: Wenn ich dann Ferienzeit mit meiner Familie verbracht habe, dann war ich voll und ganz da. Weil ich für mich klar festgelegt hatte, was meine Arbeitszeit ist und was nicht.

Auch mit Kolleg:innen ist diese Transparenz enorm hilfreich. Denn jede:r gestaltet seine Sommerferien anders. Woher soll meine Parallelkollegin denn wissen, wann ich am Schreibtisch bin und ansprechbar für ihre Fragen? Das weiß sie nur, wenn ich es ihr mitteile. 

Außerdem sorgst du mit den festgelegten Terminen dafür, dass deine Arbeitszeit klar eingegrenzt ist.

Das ist super wichtig, gerade in den Ferien! Denn wenn du unbegrenzt Zeit hast, kann es schnell passieren, dass du dich mit deinen Aufgaben verzettelst.

Tipp 3: Plane feste Termine für schöne Erlebnisse

Sommerferien. Meer und Strand

Eigentlich logisch, dass du in den Ferien viel Erholsames, Lustiges, Überraschendes erleben möchtest. Oder?

Und doch kann es auch hier sehr hilfreich sein, Termine in deinen Kalender einzutragen.

Das hat gleich zwei schöne Effekte:

Mit schummeln meine ich: Du sagst dir, dass du bestimmte schöne Unternehmungen erst machen darfst, wenn du xy erledigt hast.

Auch das kenne ich aus eigener Erfahrung. 

Dann passiert es, dass wir das Schöne aufschieben – und dass es am Ende womöglich ausfällt.

Die Pausen-Box für Lehrer:innen

Damit du mit kleinen Pausen gelassen, gesund und gut gelaunt durch deinen Schulalltag gehst.

Gerade dann, wenn du dafür eigentlich keine Zeit und keinen Raum hast.

Inhalt der Pausen-Box: Karteikarten mit Ideen für erholsame Schulpausen. Text: Gelassen, gesund und gut gelaunt im Schulalltag. Smartphone-Hintergrund, der Lehrkräfte an Pausen erinnert. Text: Du bist nicht du, wenn du dir keine Pausen gönnst.
Inhalt der Pausen-Box: Karteikarten mit Ideen für erholsame Schulpausen. Text: Gelassen, gesund und gut gelaunt im Schulalltag. Smartphone-Hintergrund, der Lehrkräfte an Pausen erinnert. Text: Du bist nicht du, wenn du dir keine Pausen gönnst.

Spezial-Tipp: Mikro-Abentuer

Mikro-Abenteuer

Wenn du in den Ferien mal so richtig raus möchtest aus deinem gewohnten Trott, dann ist diese Idee bestimmt was für dich: Mikro-Abenteuer!

Probier in den Sommerferien doch mal was aus, was du noch nie gemacht hast:

Solche Mikro-Abenteuer helfen dir, komplett abzuschalten von deinen Schulerlebnissen.

Und du schaffst damit schöne Erinnerungen, von denen du auch in der Schulzeit noch lange zehren kannst.

Sommerferien: Ein inspirierendes Gedicht für dich

Und jetzt möchte ich mit dir gerne noch eins meiner Lieblings-Sommergedichte teilen. Die „Sommerfrische“ von Joachim Ringelnatz beschreibt Sommerferien nach meinem Geschmack:

Sommerfrische

Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,
Das durch den sonnigen Himmel schreitet.
Und schmücke den Hut, der dich begleitet,
Mit einem grünen Reis.

Verstecke dich faul in der Fülle der Gräser.
Weil’s wohltut, weil’s frommt.
Und bist du ein Mundharmonikabläser
Und hast eine bei dir, dann spiel, was dir kommt.

Und lass deine Melodien lenken
Von dem freigegebenen Wolkengezupf.
Vergiss dich. Es soll dein Denken
Nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf.

Joachim Ringelnatz

Coaching: Für entspannte Sommerferien

Wäre das nicht schön, wenn du in diesen Ferien mal so gut abschalten könntest, dass deine Gedanken tatsächlich nur so weit reichen wie der Grashüpferhupf?

Wenn du die unterrichtsfreie Zeit genießt und dann gut vorbereitet ins nächste Schuljahr startest?

Genau darum geht’s bei den Lehrkräften, die ich (nicht nur) in der Ferienzeit mit meinem speziellen Coaching für Lehrer:innen begleite. Hier erfährst du übrigens, was die typischen Themen im Lehrkräfte-Coaching sind.

Gerne unterstütze ich dich dabei, dir die Freude an deinem Job zu erhalten und langfristig gesund zu bleiben im Schulalltag.

Hier kannst du dein unverbindliches Kennenlerngespräch buchen.

Gemeinsam finden wir heraus, wie ich dich passend begleiten kann.

Und nach den Sommerferien?

Auch wenn deine Sommerferien noch so erholsam waren, kann es dir passieren, dass der Schulalltag dich danach ganz schnell wieder vereinnahmt.

In diesem Blogbeitrag verrate ich dir 7 Strategien: Wie du es schaffst, dir deine Erholung aus den Sommerferien möglichst lange zu erhalten.

Mein Lieblingstipp: Schöne Ferienmomente konservieren.

Schau mal hier vorbei und lies, wie das funktioniert.

Wer schreibt hier eigentlich?

Hallo, ich bin Martina Schmidt, Expertin für Burnout-Prävention, Coachin, Resilienztrainerin und Ex-Lehrerin.

Ich unterstütze dich dabei, den Druck aus deinem Schulalltag herauszunehmen. Damit du gesund bleibst und mehr Energie hast für die Dinge, die dir am Herzen liegen.

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