
Teilzeit als Lehrkraft – Vollzeit im Kopf?
Teilzeit und trotzdem ständig mit Schule beschäftigt? Erfahre, warum sich Unterrichtsvorbereitung endlos ausdehnt und wie du mit klarem Zeitmanagement deinen Aufwand reduzierst und früher abschaltest.
Du denkst, du hast keine Zeit für Rituale in deinem Unterricht?
Du bist voll und ganz damit beschäftigt, durchzukommen mit dem Lernstoff, und kannst keine einzige Minute deiner Unterrichtszeit entbehren?
Dann möchte ich dir mit diesem Artikel zeigen: Rituale im Unterricht sind keine verplemperte Zeit. Sie sind eine Investition, die sich lohnt. Ein paar Minuten pro Unterrichtsstunde beeinflussen die Beziehung zu deinen Schülerinnen und Schülern positiv.
Du gewinnst Ruhe und Gelassenheit und sorgst für eine verlässliche Struktur. Und das kommt allen zugute – deinen Schülerinnen und Schülern und dir selbst.
Entdecke praxiserprobte Routinen, die dich im Unterricht entlasten.
Wenn einmal klar ist, dass der Stundeneinstieg immer nach einem bestimmten Schema abläuft, dann gibt das allen Beteiligten Orientierung und Sicherheit.
Wie du am Anfang für Ordnung sorgst, ist dir überlassen: Du möchtest jedes Kind persönlich an der Tür des Klassenzimmers begrüßen?
Oder lieber eine bestimmte Musik im Hintergrund laufen lassen, bis alle Schüler:innen ihre Arbeitsmaterialien sortiert haben?
Wofür du dich auch entscheidest: Dein Nervensystem dankt es dir!
Denn dein Gehirn liebt Ordnung und Gewohnheiten! Dann kann es nämlich im Energiesparmodus laufen – das sorgt für Entlastung.
Ein gemeinsames Ritual schafft Beziehung! Es wirkt wie ein „Geheimcode“, den nur die „Eingeweihten“ kennen.
Mit meinen Lerngruppen habe ich immer gerne zur Begrüßung den stillen Händedruck verschickt.
Alle stehen dabei im Kreis und fassen sich an den Händen. Ein Kind schickt den Händedruck auf die Reise, recht- oder linksherum in der Runde.
Es braucht ein bisschen Übung, bis das funktioniert, ohne dabei zu sprechen. Umso schöner, wenn es dann klappt!
Rituale wie dieses geben Raum für gegenseitige Wertschätzung und die Einbindung aller Beteiligten. Das schweißt zusammen.
Mit einem passend ausgewählten Ritual kannst du dafür sorgen, dass jeder sich sich gesehen und beachtet fühlt. So haben deine Schülerinnen und Schüler keinen Grund mehr, im anschließenden Unterricht durch störendes Verhalten auf sich aufmerksam zu machen.
Du kannst z.B. beim Bewegungsspiel einzelne Kinder bitten, selbst Bewegungen zu erfinden, die die anderen nachahmen dürfen. So fühlt sich jedes Kind gesehen und akzeptiert.
Ein weiterer Pluspunkt: Ritualisierte Abläufe müssen nicht immer wieder verhandelt werden. Es gibt also viel weniger Anlässe zum Diskutieren.
Rituale sind aktive Selbstfürsorge. Du kannst dich entspannen, während das Ritual „wie am Schnürchen“ und von selbst abläuft. Du verschaffst dir eine kleine Pause und gewinnst Zeit, um deine Gedanken zu sortieren und umzuschalten auf das, was als nächstes dran ist.
Die „Orientierung im Raum“, die ich dir hier im Blog vorstelle, ist dafür wunderbar geeignet.
Und so sorgen ein paar abgezwackte Unterrichtsminuten für mehr Gelassenheit und gute Laune im Schulalltag!
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Mehr InformationenGerade der Stundeneinstieg ist für viele Lehrkräfte eine besonders stressige Schnittstelle im Schulalltag. Warum ist das eigentlich so?
Ich stelle mir das immer so vor, dass jeder seinen eigenen Rucksack in die Stunde mitbringt. Die Schülerinnen und Schüler haben ihre Erlebnisse vom Schulweg, die Konflikte aus der Pause und die Erfahrungen aus der vorhergehenden Stunde im Gepäck.
Und in deinem Rucksack bringst du die Gespräche aus dem Teamzimmer, das lange Warten am Kopierer und die Unterrichtsstörungen aus der letzten Stunde mit.
Am Stundenanfang bräuchten wir alle erstmal einen Moment, um den Rucksack abzusetzen und anzukommen. Gönnen wir uns diesen Moment? In der Regel nicht.
Stattdessen erwarten wir von uns und von den Schülerinnen und Schülern, dass wir und sie ruckzuck auf Lernbereitschaft umschalten können. Da wir aber keine Maschinen sind, funktioniert das oft nicht. Und das erzeugt Überforderung, Frust und Unterrichtsstörungen!
Rituale am Stundenanfang wirken dann wie eine Pausentaste. Du schaffst eine kleine Zeitinsel, in der du allen Beteiligten die Gelegenheit gibst, ihren Rucksack abzusetzen. Und offen zu sein für das Neue, das jetzt kommt.
Hier teile ich drei Ideen für einen ritualisierten Unterrichtseinstieg mit dir, die sich bei mir bewährt haben.
Sie brauchen wenig Vorbereitung – und sind dennoch wirksam.
Wähle einen Spruch, der dir gut gefällt und der zu deiner Klasse passt. Überlege mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam, welche Bewegungen den Spruch begleiten könnten – wenn euch das Spaß macht.
Während ihr alle gemeinsam die Begrüßung sprecht, kannst du alle Kinder in den Blick nehmen und dich bewusst im Raum umschauen.
Nutze die Zeit auch, um bewusst durchzuatmen und noch einmal die Schultern zu lockern. Dann kann’s losgehen!
Mein Lieblingsspruch zur Begrüßung:
Ich wünsch dir einen schönen Tag und dass dich jeder mag.
Dass du gut ausgeschlafen bist und dass dir schmeckt, was du heut‘ isst.
Und dass der Tag dir bis zur Nacht viel Freude macht.
Begleitet wird dieser Spruch von passenden Bewegungen, die wir uns gemeinsam überlegt haben: Händeschütteln, sich selbst umarmen, sich strecken, …
Meine Schüler:innen haben diesen Spruch geliebt, von Klasse 1 bis 4.
Gefällt er dir? Wenn nicht: kein Problem, das Internet ist voll mit Ideen, zum Beispiel hier. Such dir deinen Spruch!
Das macht nicht nur Spaß, sondern baut auch Spannungen ab – sowohl körperlich als auch mental. Und bringt euch allen neue Energie!
Passende Ideen findest du in meiner Pausen-Kartei!
Hier habe ich bewährte Bewegungs- und Atemübungen gebündelt, die du in wenigen Minuten durchführen kannst. Und zwar ganz ohne Hilfsmittel.
Du hast schon einige anstrengende Unterrichtsstunden hinter dir und sehnst dich nach ein wenig Ruhe?
Dann probier’s doch mal mit einer kleinen Achtsamkeitsübung zum Stundenbeginn.
Bitte deine Schülerinnen und Schüler, sich aufmerksam im Raum umzuschauen. Ganz so, als ob sie im Museum sind. Während sich der Kopf in alle Richtungen dreht (auch nach oben und nach hinten), haben alle eine Aufgabe:
„Wie viele runde (eckige, blaue, …) Gegenstände kannst du hier im Raum entdecken? Zähle sie.“
Diese kleine Übung ist auch bekannt als „Orientierung im Raum“ und unterstützt die Regulation des Nervensystems.
Neue Gewohnheiten brauchen ein bisschen Zeit, bis sie richtig gut in deinem Schulalltag integriert sind.
Plane das ein. So nimmst du direkt den Druck raus, dass sofort alles klappen muss.
Diese Vorgehensweise hat sich bei mir bewährt:
„Ich finde den Unterricht wahnsinnig anstrengend! Wie kann ich da mehr Ruhe reinbringen?“
Das ist oft ein Anliegen im Coaching.
Ganz besonders dann, wenn du noch keine Routinen hast, ist so ein Schultag extrem kräftezehrend:
Gerade dann brauchst du verlässliche Rituale, die wie ein Anker wirken. Damit du dich in Ruhe orientieren kannst und einen klaren Kopf behältst.
Mit meinem speziellen Coaching für Lehrkräfte unterstütze ich meine Klientinnen dabei, passgenaue Routinen zu entwickeln, die das Unterrichten vereinfachen – und ihnen jede Menge Stress ersparen.
Und das Wichtigste: Ich sorge dafür, dass diese Routinen auch wirklich in den Schulalltag integriert werden!
Denn auch darum geht es beim Coaching: Nicht nur herausfinden, was dir guttut. Sondern es auch in die Tat umsetzen. Deshalb bekommen meine Klientinnen regelmäßig kleine Erinnerungsstupser von mir – damit die positive Veränderung auch gelingt.
Das wünschst du dir auch? Dann buche dir hier deinen Termin für unser Kennenlerngespräch. Kostenfrei und unverbindlich.
Wer schreibt hier eigentlich?
Hallo, ich bin Martina Schmidt, Expertin für Burnout-Prävention, Coachin, Resilienztrainerin und Ex-Lehrerin.
Ich unterstütze dich dabei, den Druck aus deinem Schulalltag herauszunehmen. Damit du gesund bleibst und mehr Energie hast für die Dinge, die dir am Herzen liegen.
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